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Weingut Giol
Ort Veneto-San Polo di Piave (TV)
Gründungsjahr 1427
Ökologisch
Bio-Zertifikat ICEA IT BIO 006 E1054
Vegan-Zertifikat ICEA 012VEG 03 19

Seit 1427, auf dem Weingut Giol, gaben Wein-Profis Ihr Wissen an die nächste Generation weiter, ein Wissen aus ihrem Erfahrungsschatz über die Tradition der Weinherstellung und der lokalen Kultur.
Dieses altehrwürdige Weingut ist ein sehr beeindruckender Ort, der scheinbar unberührt vom Lauf der Zeit, mit seinem von Glyzinien überwucherten Gebäude, vor einer Kulisse aus alten Lindenbäumen, an einer sprudelnden Quelle liegt.

Der große Keller

Geschützt, von über einem Meter dicken Mauern, bietet der große Weinkeller, seit der Zeit der aristrokatischen Familie Papadopoli, eine ideale Umgebung für die Reifung edler Weine.
Von Außen betrachtet, ist es ein beeindruckendes, zweistöckiges Gebäude aus gewaltigen Steinmauern. Die Hauptfassade aus dem lokalen Stein, präsentiert den Eingang und ein kunstvoll verziertes Fenster. Die Seitenmauern sind gekennzeichnet durch die lebendige Struktur der Flusskieselsteine und den von Hand gefertigten Ziegelsteinen.
Das Erdgeschoss verfügt über eine der eindrucksvollsten Fass-Decken in ganz Norditalien.
Der Keller beherbergt 78 Fässer von verschiedener Größe (die größten mit unglaublichen 26.000 Litern Fassungsvermögen). Der riesige, darüber liegende Kornspeicher wird von mehr als 220, dicht an dicht liegenden Balken gestützt.
Oben schätzt man die bemerkenswerten Dimensionen dieses riesigen Freiraums mit 78 Metern in der Länge und 18 Metern in der Breite. Hier oben wurden Jahrhunderte lang Getreide getrocknet und gelagert.
Das Dach wird von einer komplexen und sehr imposanten Fachwerkkonstruktion getragen. Während des Ersten Weltkriegs war das ganze Gebiet unter österreichischer Besatzung, das Schloß und das Weingut wurden eine Militär Garnison.
Zu dieser Zeit wurden ganze Käselaiber in den Fässern versteckt um zu verhindern, dass sie von den Besatzern konfisziert wurden. Das ist der Ursprung einer Käsesorte, die als Urbriaco oder „betrunkener Käse“ in die Geschichte einging. Die Anwesenheit der Truppen ist auch durch die Kugelspuren auf einigen der Fässer dokumentiert aber zum Glück waren sie dick genug, um dem Gewehrfeuer Stand zu halten und und ihren wertvollen Inhalt zu schützen.

Die alternden Gewölbe

Diese fünf Gewölbe bilden den ältesten Teil der Kellerei. Sie wurden schon immer verwendet, um unsere besten Weine zu lagern und werden heute noch für die Reifung unseres Cabernets in kleinen Eichenfässern und als
eindrucksvolle Kulisse für die Begrüßung unserer Besucher verwendet.
Diese Gewölbe sind wirklich der ideale Platz für alternde, edle Weine.
Zwanzig 210-Liter-Fässer, vier 500-Liter-Fässer und zweiunddreißig 1200-Liter-Fässer sind durch die Steingewölbe und die über einen Meter dicken Wände geschützt; sie gewährleisten das ganze Jahr über eine konstante Temperatur. In den Gewölbekellern können sie unsere Weine probieren und ihre Zufriedenheit mit uns teilen darüber, dass wir ein so wertvolles Erbe für sie bewahren konnten.
zurückgegeben wurde.

Die Geschichte

1452 verlieh der Doge, Francesco Foscarini das Lehen von San Polo (und andere Vermögenswerte), das dem Patriarchat von Aquileia entzogen worden war, an Christoforo.
Nach dem Tod von Christoforo ging San Polo in den Besitz der Familie Gabriel über, die bis zum Fall der Republik Venedig am 12.Mai 1797 und Napoleons Abschaffung des Feudalsystems der Eigentümer blieb. Die Abschaffung dauerte nur wenige Monate an, bis der Kaiser von Österreich die ehemalige Republik Venedig in Besitz nahm und das Feudalsystem wieder einführte, woraufhin das Eigentum wieder an die Familie Gabriel zurückgegeben wurde.
Wenige Tage nach dem Tod des kinderlosen Angelo Maria Gabriel, zog sich Österreich aus den venezianischen Gebieten zurück wodurch die Gebiete wieder in den Besitz Napoleons übergingen. Napoleon schaffte unverzüglich das Feudalsystem erneut ab. So gingen die Besitztümer in die Hände der Familie Vivante, um dann bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges erneut seinen Besitzer zu wechseln, und an die Familie Papadopoli zu gehen.
San Polo wurde nach der Niederlage in der Schlacht von Caporetto von den Österreichern besetzt und das Schloss, zusammen mit dem Weingut, wurde zu einer Militärgarnison.
Spuren dieser Schlacht sind heute noch an den Wänden und Fässern zu finden.
1919 wurde der gesamte Komplex von Giovanni Giol, der erst kurze Zeit aus Mendoza in Argentinien zurückgekehrt war, erworben- schon in jungen Jahren war er von dort emigriert.
Dort hatte er ein wahres Imperium und das damals größte Weingut der Welt aufgebaut. Zurück in Italien, kaufte er die gesamte Anlage der Familie Papadopoli, das Schloss mit seinem weitläufigen Gelände, das alte Weingut und ein riesiges Grundstück.
Heute verteidigt seine Urenkelin Luisa stolz dieses Paradies mit Hilfe ihres Sohnes Vittorio. Das Ziel, dieses unvergleichliche historisch, kulturell- und ökologisch bedeutende Erbe zu schützen und zu erhalten, lebt weiter

Chardonnay IGT

Rosato Merlot IGT

Prosecco Spumante BRUT MIRAGE DOC